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Vietnam 2015


Das erste, was uns in den Sinn kommt, wenn wir zurück an unsere erste Vietnam-Reise denken, ist die ewig lange Anreise. Nicht dass Vietnam so unfassbar weit weg wäre. Im Grunde kann man das Nachbarland von Kambodscha und Laos per Direktflug in ca. 11 Stunden erreichen. Unsere Flugverbindung führte uns jedoch über 2 Zwischenstops (Doha und Bangkok) von München nach Hanoi, sodass wir 28 Stunden unterwegs waren. Das zweite, was uns in den Sinn kommt, wenn wir an Vietnam denken sind Mopeds und ein nie aufhörendes Hupkonzert. Es gibt unfassbar viele Mopeds. Scheinbar mehr als es Menschen in Vietnam gibt und sie alle hupen. Unentwegt. 24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Einen ersten Eindruck vom Verkehr in Vietnam konnten wir uns auf dem Weg vom Flughafen ins Old Quarter nach Hanoi machen, wo wir die ersten beiden Nächte verbringen würden. Wenn man sich als Europäer anschaut, wie dort Straßenverkehr funktioniert, müsste man meinen, dass es unentwegt zu Unfällen kommt. Tatsächlich ist Vietnam auch eines der asiatischen Länder mit den meisten Verkehrstoten. Es kommt jedoch nicht ständig zu Unfällen. Es ist eine Art Miteinander. Fahren, hupen, anhalten, abbiegen, hupen, anhalten, fahren. Das Geschehen an Kreuzungen ohne Ampel ist abenteuerlich, aber wie gesagt, es funktioniert irgendwie.

 

Wir waren am späten Nachmittag im Old Quarter von Hanoi angekommen und haben uns dann trotz Übermüdung noch vor die Tür gewagt, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen und noch etwas zu essen.

 

 

 

Aus dem Fenster unseres Hotelzimmers hatten wir einen schönen Blick über die Stadt und auch vom 6 Stock konnte man unterbrechungsfrei die hupenden Mopeds vernehmen ;-)

 

 

Tags darauf haben wir uns dann Hanois' Altstadt und die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung angeschaut, u.a. das Ho Chi Minh Mausoleum, die Huc Brücke und den ein oder anderen Tempel.

 

 

Von Hanoi aus hieß unser nächstes Ziel "Halong Bucht", Wir hatten uns dazu entschieden 1 Nacht in der Halong Bucht an Bord eines Schiffs zu verbringen. Es gibt unzählige Touranbieter und Tourvarianten. Wir sind mit Indochina Junk und an Board der Dragon Legend in die Bucht geschippert. Wir wurden zunächst in Hanoi abgeholt und sind dann ca. 2 Stunden bis Ha Long gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir in einer dieser "Fabriken" Halt gemacht, wo gewebte Bilder und Bilder aus Eier- und Muschelschalen hergestellt werden. Dort konnte man den Leuten bei der Arbeit über die Schulter schauen, was ganz interessant war.

 

 

In Ha Long legen alle Charter Schiffe in die Bucht ab. Nachdem wir aus unserem Minibus ausgeladen wurden, hieß es warten bis wir mit kleinen Booten zur Dragon Legend, unserem Schiff, gebracht wurden und einchecken konnten. Und dann ging es auch schon los. Wir waren deutlich vor der Hauptsaison in der Halong Bucht, sodass der Massentourismus noch nicht Einzug gehalten hatte. Es waren verhältnismäßig wenige Boote unterwegs.

 

 

Am Nachmittag, nach mehrstündiger Fahrt, konnten wir dann zum Sonnenuntergang mit Paddelbooten rausfahren. Am Abend gab es ein tolles mehrgängiges Dinner auf dem Deck vor toller Kulisse.

 

 

Am nächsten Morgen sind wir extra um 5.30 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang in der Bucht zu erleben. Leider blieb ein tolles Lichtspektakel aufgrund des bewölkten Himmels auf. Schön wars trotzdem.

 

 

Nachdem Frühstück haben wir dann die  Thien Canh Son Cave (Höhle) besucht. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt schon schlechter geworden und es fing an zu regnen.

 

 

Auf der Rückfahrt zum Hafen von Ha Long regnete es dann in Strömen. Auf dem Rückweg nach Hanoi haben wir uns dann im kleinen Dörfchen Yen Duc eine Wasserpuppen Aufführung angeschaut. Das Wasserpuppentheater gibt es nur in Vietnam und hat dort eine große Tradition.

 

 

Bevor wir weiter nach Phu Quoc geflogen sind, haben wir noch eine Nacht in Hanoi verbracht.

 

 

Unser nächstes Ziel hieß Phu Quoc, eine Insel im Süden von Vietnam. Wir hatten uns in Duong Dong am Long Beach eine Unterkunft gesucht (Famiana Resort & Spa). Die nächsten Tage verbrachten wir ausnahmslos am Strand. Unser Lieblingslokal für Snachs zwischendurch und zum Abendessen hatten wir schnell ausgemacht. Iris Café lag direkt gegenüber vom Hotel an der Hauptstraße. Es war ein kleines süßes Lokal mit gerade mal 4 Tischen. Und super lecker!

 

 

Um die Insel auf eigene Faust zu erkunden, haben wir uns einen Roller gemietet. Mit dem sind wir dann zum Suối Tranh Wasserfall gefahren, einem der größten Wasserfälle auf der Insel.

 

 

Im Südosten der Insel befindet sich einer der schönsten Strände der Insel, der Sao Beach. Schattenseite des Strandes ist allerdings das Müllproblem, was natürlich nicht nur dort zu sehen ist, sondern auf der ganzen Insel, an Straßenrändern, auf Feldern, am Strand, im Wasser. Das ist immer schlimm anzusehen und macht einen selbst nachdenklich, da man selbst natürlich Teil dieses Problems ist Das Wasser, das wir tagsüber trinken, kommt aus Plastikflaschen. Die werfen wir zwar im Hotel in den Müll, der landet aber dann zumeist "irgendwo", da es echte Deponien nicht wirklich gibt.

 

 

Long Beach in Duong Dong ist der perfekte Ort für Sonnenuntergänge.

 

 

Mit dem Boot haben wir eine Tagestour in den Norden gemacht. Zuerst ging es zum Schnorcheln zur Turtle Island und anschließend zum Chillen an den Bãi Dài.  Beach.

 

 

Das Kap Ganh Dau liegt im Norden der Insel. Von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung dahin, wo der Pfeffer wächst - nämlich der Pfeffergarten Khu Tuong. Phu Quoc ist neben dem Pfefferanbau auch bekannt für die dort hergestellten Fischsoßen. Dort, wo die Soße "reift", stinkt es allerdings zum Himmel. Im wahrsten Sinne des Wortes!

 

 

Der Nachtmarkt in Duong Dong hat täglich geöffnet von 18 Uhr bis 1 Uhr nachts. Neben dem üblichen Touristenkram findet man dort aber auch tolles Essen, wie frischen Fisch, Krabben oder Hummer.

 

 

Vor unserem nächsten Roller-Trip hieß es erstmal wieder "faul sein", chillen und Strand und Meer genießen.

 

 

Unser zweiter Trip mit dem Roller führte uns diesmal in den Norden nach Bai Thom.

 

 

Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch den Suối Đá Bàn Wasserfall angeschaut. Der Suối Đá Bàn ist ein Wildwasser-Bach über einige schöne Felsbrocken. Das meiste Wasser führt er von Mai bis September. Im November war aber immer noch genügend Wasser da, sodass man auch in den immer wieder vorhandenen tiefen Becken baden konnte.

 

 

Der anstrengendste Teil der Reise stand uns nun noch bevor, nämliche der Rückflug. Vielmehr die Rückflüge. 5 an der Zahl. Phu Quoc - Hanoi - Bangkok - Doha - München - Dresden. Aber auch das haben wir überstanden und sind übermüdet aber wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen :-)

 

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