Kapstadt


Im Februar dieses Jahres haben wir eine unserer schönsten und weitesten Reisen überhaupt gemacht! Unser Ziel lag knapp 15.000 km entfernt und hieß Kapstadt! Da Kapstadt uns nur eine Stunde voraus ist, gab es auch keinen großen Jetlag. So konnten wir gleich nach unserer Ankunft am Nachmittag durch die City schlendern. Unser Ziel war die Viktoria & Alfred Waterfront. Ein bildhübscher Hafen, welcher viele Einkaufs- und Essmöglichkeiten bietet. Zwischen den ganzen Geschäften und Restaurants findet man viele Künstler, die Musik, Akrobatik und andere Shows präsentieren. Neben dem (bisher) weltbesten Essen (das ist keine Übertreibung!), war natürlich dieser atemberaubende Blick auf den imposanten Tafelberg ein einmaliges Highlight!



Unser erster Tag ging gleich historisch los und wir starteten mit einem Speedboot nach Robben Island. Diese Insel wurde Mitte der 1990er Jahre zu einem Natur- und Nationaldenkmal umgebaut. Das frühere Gefängnisgebäude dient seitdem als Museum. Es ist wohl eines der bekanntesten Gefängnisse, nicht zuletzt durch den früheren südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfer und Politiker Nelson Rolihlahla Mandela. Er verbrachte fast 20 Jahre in einer 4m² kleinen Einzelzelle. Ehemalige Häftling führen einen durch die Trakte und berichten aus dieser grauenhaften Zeit, natürlich beantworten sie auch so gut wie alle Fragen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl auf dieser Insel dieses Stück Geschichte anzusehen und dabei zu spüren, wie grauenhaft die Zeit gewesen sein muss.



Einen Abendspaziergang machten wir von der V & A Waterfront, vorbei am Kapstadt-Stadion durch Green Point nach Sea Point. Der Weg dahin ist eine lange Promenade, entlang des Meeres mit viel Grün und kleinen Parkanlagen, in denen viele Einheimische ihren Feierabend verbringen.



Wer einmal quer durch die City läuft, kann das kunterbunte Viertel Bo Kaap nicht verfehlen. Jedes Haus erscheint in einer anderen Farbe. Dies galt damals als Symbol der Freiheit, als die Sklavenzeit beendet war. Als wir das Viertel erkundeten, hörten wir lautstarke Musik, der wir folgten. Sie führte uns zu einem Karnevalsumzug, der gerade durchs Viertel zog. Die viele positive Energie, die da sprudelte war förmlich zu greifen - ein echtes Feuerwerk der Lebensfreude.

Auch die beliebte Long Street kann man quasi nicht umgehen. Sie gehört einfach zu jedem Kapstadtbesuch. Für Touristen und Backpacker ist diese Straße Dreh- und Angelpunkt. Es finden sich lauter kleine interessante Lädchen, die handgepresste Säfte, handgeschnitzte Kunst oder individuelle Kleidung verkaufen.



Der Green Market ist der wohl bekannteste Markt von Kapstadt, umgeben von alten Gebäuden und Cafés. Hauptsächlich gibt es Textilien und kunsthandwerkliche Produkte zukaufen, aber es können auch kleine Schätze gefunden werden. Stöbern lohnt sich auf jeden Fall.



Zu jedem Kapstadtbesuch gehört wohl die Fahrt auf den Tafelberg. Da oben wartet eine so imposante Aussicht auf einen, das sollte man keineswegs verpassen. Auf dem Tafelberg ist es etwas frischer als in der Stadt, das sollte man nicht vergessen, denn schließlich ist dieser auch 1.086 m hoch! Mit einer in der Schweiz gebauten Gondel geht es einfach hoch, diese macht eine 360° Drehung während der Fahrt, sodass man schon während der Fahrt ein gute Aussicht hat. Auf dem Berg angekommen, lohnt es sich, auch ein paar hundert Meter weiter zu gehen, um dann ein bisschen allein zu sein und diesen atemberaubenden Ausblick zu genießen.



Wir hatten uns für insgesamt 4 Tage ein Sightseeing-Bus-Ticket gekauft, damit wir ganz ohne Stress immer ein „Taxi“ parat hatten. Diese Busrouten sind so perfekt gestaltet, das man wirklich jede Ecke der Stadt bequem erreichen kann. So führte uns eine der zwei Routen am Township Imizamo Yethu vorbei, welches wir auch besucht haben. Eine ganz liebe Township Bewohnerin begrüßte uns an der Haltestelle und führte uns etwas durch das Viertel. Das einzige mal, das es in Kapstadt geregnet hat, war als wir in Imizamo Yethu waren. Die Menschen dort sind natürlich sehr herzlich und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Es war trotz des deprimierenden Wetters ein guter Einblick. Wir hoffen sehr, dass es mehr engagierte Menschen gibt, die sich für solche Townships einsetzen und den Menschen (wie du und ich) Hilfe anbieten, um in einer „normalen“ Unterkunft leben zu können.



In Hout Bay, dem Fischerort von Kapstadt, machten wir einen Besuch bei den Robben. Tausende kleine Pelztiere sielten sich auf einer kleinen vorgelagerten Insel in einer malerischen Kulisse.



Auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung fuhren wir entlang des berühmten Chapman’s Peak Drive, eine der schönsten Panoramastraßen der Welt.

Am Kap der Guten Hoffnung angekommen, wuselten natürlich etliche Touristen durch die Gegend. Auch wir haben uns das Kap der Guten Hoffnung einschließlich des Cape Point angeschaut. Das Kap der Guten Hoffnung wird oft fälschlicherweise als südlichster Punkt Afrikas bezeichnet, obwohl das Kap Aghulas der südlichste Punkt ist. Da es zu der Zeit, wie fast immer, wirklich sehr stürmisch war, haben wir die Aussicht nicht ganz so ausführlich genießen können, wie man es tun sollte. Nichtsdestotrotz ist es eine einmalige und sehr schöne Landschaft.

In Simons Town besuchten wir am Foxy Beach eine beheimatete 3000 Tiere zählende Brillenpinguine-Kolonie. In Fish Hoek machten wir auch noch einen kurzen Fotostop, um ein Bild von den bekannten bunten Strandhäuschen zu machen, wie es sie in Südafrika an einigen Stränden gibt.



Zweimal besuchten wir den 600 Hektar großen botanischen Garten >>Kirstenbosch<<. Neben einer enormen Artenvielfalt bietet dieser auch reichlich Platz zum Entspannen und Picknicken. Unter den Kapstädtern gilt Kirstenbosch als der Ruhepol schlechthin.



In der Sightseeing-Bustour ist auch eine Fahrt in die Weinberge inklusive. Wir hatten uns für das Weingut Beyerskloof entschieden und haben uns diesen schönen Ort genauer angeschaut. Da wir beide keine Weintrinker sind, haben wir den Ort wirklich nur optisch genossen ;-)



Camps Bay ist der Stadtteil der Schönen und Reichen und hier findet sich einer der schönsten Strände weltweit. Über dem Stadtteil ragen die sogenannten Zwölf Apostel empor. So wird die Bergkette genannt, die sich vom Plateau des Tafelbergs entlang der Atlantikküste bis Hout Bay erstreckt. Warum es 12 Apostel sind, bleibt wohl für immer ein Geheimnis, denn zahlenmäßig sind die Bergspitzen mehr als 12 ;-)



In den letzten Tagen machten wir noch eine Safari im Aquila Reservat. Dieses ist ein 7.500 Hektar großes Naturschutzgebiet in der südlichen Karoo und die Heimat der Big 5 Legenden der Wildnis - Elefant, Löwe, Büffel, Leopard und Nashorn.



Das Highlight haben wir dann an unserem letzten Tag erlebt - ein Helikopter-Flug über Kapstadt! Es war wirklich WELTKLASSE und überraschend günstig. Also falls sich bald jemand auf die Reise macht, der sollte unbedingt eine Runde über die Mother-City fliegen und diese atemberaubende Stadt aus luftiger Höhe betrachten.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0