Digital Blending (DRI) - Teil 2


Im ersten Teil unserer Tutorial-Serie zum Thema Digital Blending (DRI) haben wir Euch hier gezeigt, wie man relativ schnell aus zwei unterschiedlich belichteten Bildern ein DRI-Bild erstellt. In diesem Teil zeigen wir Euch eine weitere, wenn auch etwas aufwändigere Methode. Auch diesmal verwenden wir Photoshop, um verschiedene Ebenen zu überblenden.

Ausgangsmaterial ist eine Belichtungsreihe bestehend aus vier Bildern. Diese wurden mit 15 sek, 30 sek, 60 sek und 90 sek belichtet. Alle Bilder sind in Photoshop geöffnet. Als erstes wählen wir das Bild mit der längsten Belichtung, in unserem Fall also das Bild mit 90 sek Belichtungszeit. Dort wählen wir in der Ebenenpalette über die Optionsauswahl die Option "Neue Gruppe" und benennen diese mit "DRI". In dieser Gruppe fassen wir später alle Ebenen für die Ebenenüberblendung zusammen.

 

 

Nun wählen wir das Bild mit der nächst kürzeren Belichtungszeit, in unserem Fall das Bild mit 60 sek Belichtungszeit. Hier markieren und kopieren wir das komplette Bild in die Zwischenablage mit den Tastenkombinationen "strg + a" und "strg + c".

 

 

Nun wechseln wir wieder zum Bild mit der längsten Belichtungszeit, markieren in der Ebenenpalette die zuvor angelegte Gruppe "DRI" und fügen das kopierte Bild mit "strg + v" ein.

 

 

Die soeben eingefügte Ebene "Ebene 1" wird nun durch Klick auf das Augensymbol ausgeblendet.

 


Jetzt wählen wir über das Menü "Auswahl" --> "Farbbereich" und dort in "Auswahl" den Eintrag "Lichter".

 

 

Anschließend werden die hellsten Bildbereiche durch eine Auswahl markiert.

 

 

Nun aktivieren wir wieder die "Ebene 1" durch Klick auf das Augensymbol, markieren die Ebene mit einem Mausklick und wählen anschließend das Maskensymbol.

 

 

Die hellsten Bildbereiche der Hintergrundebene werden nun mit den entsprechenden Bildbereichen aus "Ebene 1" überblendet. Zunächst sind in den betreffenden Bildbereichen jedoch sehr harte Übergänge entstanden. Um dies zu korrigieren, wenden wir den Gaußschen Weichzeichner an. Dazu wählen wir über Filter --> Weichzeichnungsfilter "Gaußscher Weichzeichner" aus. Als Radius wählen wir hier einen Wert von ca. 16 Pixel aus. Wie stark dieser Wert sein soll/muss, hängt auch davon ab, wie hart die Übergänge sind. Dazu könnt Ihr vorher auch in Euer Bild hinein zoomen (strg + "+"), um das zu beurteilen.

 

 

Wenn Ihr mit gedrückter Alt-Taste auf die Maske (schwarzes Rechteck auf "Ebene 1") klickt, seht Ihr, welche Bereiche tatsächlich überblendet wurden.

 

 

Mit einem Klick auf die Hintergrundebene könnt Ihr diese Ansicht wieder verlassen.

 

Das Bild mit der zweitlängsten Belichtungszeit haben wir nun geschlossen.


Wir holen uns das nächst kürzer belichtete Bild, in unserem Fall das Bild mit 30 sek Belichtungszeit. Auch dieses markieren wir mit "strg + a", kopieren es mit "strg + c" in die Zwischenablage und schließen das Bild. Anschließend wechseln wir zum Bild mit der längsten Belichtungszeit zurück. Dort wählen wir die Gruppe "DRI" aus und fügen das Bild aus der Zwischenablage mit "strg + v" ein.

 

 

Wir blenden nun die neu eingefügte "Ebene 2" sowie "Ebene 1" beide durch Klick auf das Augensymbol aus, sodass nur die Hintergrundebene sichtbar bleibt. In Abhängigkeit von der Überstrahlung Eures Bildes kann es auch sinnvoll sein, "Ebene 1" eingeblendet zu lassen und somit mit der nächsten Auswahl der Lichter auf dieser Ebene weiter zu arbeiten.

 

Wir wählen wieder über Auswahl --> Farbbereich die Auswahl "Lichter".

 

 

Anschließend werden erneut die Bildbereiche mit den hellsten Bildinformationen markiert und ausgewählt. Wir blenden "Ebene 1" und "Ebene 2" durch Klick auf das Augensymbol wieder ein, markieren "Ebene 2" und wählen anschließend erneut das Maskensymbol.

 

 

Erneut sorgen wir mit dem Gaußschen Weichzeichner für weichere Übergänge der Bildbereiche. Dazu wieder über Filter --> Weichzeichnungsfilter "Gaußscher Weichzeichner" auswählen. Auch hier lassen wir den Wert "Radius" bei ca. 16 Pixeln.

 

 

Nun wiederholen wir die Prozedur für das Bild mit der kürzesten Belichtungszeit, in unserem Fall das Bild, das 15 sek belichtet wurde. Wir markieren mit "strg + a" das Bild, kopieren es mit "strg + c" in die Zwischenablage und schließen das Bild. Anschließend fügen wir die Auswahl in unserem Zielbild nach vorheriger Auswahl der "DRI"-Gruppe ein. Die "Ebene 3" ist nun die oberste Ebene.

 

 

Wir blenden "Ebene 3" durch Klick auf das Augensymbol aus. Da die Überstrahlungen auf der obersten Ebene (Ebene 2) nun schon nicht mehr so stark sind, lassen wir diese für die Lichter-Auswahl eingeblendet. Wir wählen anschließend über Auswahl --> Farbbereich erneut die Auswahl "Lichter".

 


Nachdem die hellsten Bildbereiche ausgewählt wurden, blenden wir "Ebene 3" wieder ein und wählen nach Auswahl dieser Ebene das Maskensymbol.

 

 

Erneut wird der Gaußsche Weichzeichner angewendet über Filter --> Weichzeichnungsfilter --> Gaußscher Weichzeichner. Den Radius belassen wir wieder bei ca. 16 Pixeln.

 

 

Damit haben wir nun ein DRI-Bild aus 4 Einzelbildern erstellt und die überstrahlten Bereiche des Ausgangsbildes weitgehend eliminiert. Durch Aus- und Einblenden der "DRI"-Gruppe könnt Ihr Euch den Effekt verdeutlichen. Hier nochmal das Vorher/Nachher-Bild in der Standardansicht und auf 100% vergrößert.

 

 

Im dritten Teil dieser Tutorial-Serie zeigen wir Euch eine weitere Methode, wie Ihr mit nur einem Ausgangsbild ein DRI-Bild erstellen bzw. Digital Blending umsetzen könnt.

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